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Wir wollen unsere Winter-Vortragsreihe fortsetzen. Bernd Coldewey, der sich detailliert mit der „Nordwestdeutscher Fahrzeugbau GmbH“ befasst hat, wird einen spannenden Einblick in diesen zeitgeschichtlichen Teil der Wilhelmshavener Geschichte geben.

Die Nordwestdeutscher Fahrzeugbau GmbH – abgekürzt NWF – war ab 1946 ein Karosseriebauunternehmen, Nutzfahrzeughersteller und Automobilhersteller mit Sitz in Mariensiel. Das Unternehmen auf dem Gelände des ehemaligen Marine-Artilleriedepots galt als hoffnungsvoller Bestandteil einer Neuausrichtung der Wilhelmshavener Wirtschaftsstruktur nach dem 2. Weltkrieg (Stichwort: „Friedensindustrie“) und produzierte zunächst sehr erfolgreich einfache Transportfahrzeuge wie Handwagen, Schiebkarren, Sackkarren und Anhänger für die Landwirtschaft.

Ab 1948 begann man unter zunächst schwierigen Umständen mit der Karossierung von Omnibussen und unterschiedlichen Spezialfahrzeugen. Der NWF entwickelte sich dadurch innerhalb weniger Jahre zu Deutschlands zweitgrößtem Karosseriewerk.

Nach Plänen des Flugzeug-Konstrukteurs Henrich Focke erfolgte mit dem FORD-NWF-Schnellbus, der wegen seiner Form und Konstruktion auch „Zeppelin der Landstraße“ genannt wurde, 1951 der Durchbruch im Omnibusbau mit selbsttragender Karosserie (SETRA).

Zahlreiche Busse unterschiedlicher Bauart wurden im Wilhelmshavener Industriegelände-West produziert, darunter auch das legendäre Zwei-Wege-Fahrzeug, der SCHI-STRA-BUS, der sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße fahren konnte. Aber auch das Fulda-Mobil wurde für kurze Zeit beim NWF in Lizenz gefertigt, bis im November 1955 Wilhelmshavens größter Arbeitgeber völlig unerwartet Konkurs anmelden musste und 1500 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren.

Bernd Coldewey wird den Vortrag am 01.02. ab 17 Uhr im Vereinshaus des Fördervereins, Rüstersieler Str. 85 a halten. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Der für diese Zeit vorgesehene Rüstersieler Dorftreff fällt aus.

Hier die Ankündigung in der Wilhelmshavener Zeitung vom 23.01.2018:

Und hier die Ankündigung in der Neuen Rundschau / Grodenpost vom 24.01.2018:

Und auch bei der „Guten Morgen Sonntag“ ist die Ankündigung am 28.01.2018 erschienen:

ACHTUNG: Das Datum in der Überschrift ist falsch!  Der Vortrag findet am 01.02. statt!